Sachsenhausen ist einer der begehrtesten Wohnstandorte Frankfurts – und einer der anspruchsvollsten in der Finanzierung, weil hier viel älterer Bestand in kleinteiligen Eigentümergemeinschaften liegt.
Von Alt-Sachsenhausen über das Museumsufer bis zur Schweizer Straße und hinauf in Richtung Stadtwald: Sachsenhausen deckt eine große Bandbreite ab – Gründerzeithäuser, Nachkriegsbestand, einzelne Neubauprojekte, dazu Lagen mit sehr unterschiedlicher Wohnqualität auf wenigen hundert Metern. Für die Finanzierung heißt das: Der Stadtteilname allein sagt wenig aus, das konkrete Haus entscheidet.
Viele Objekte sind Altbauten mit sechs bis zwölf Einheiten. Solche WEGs beschließen Sanierungen oft spät und finanzieren sie über Sonderumlagen. Für Ihre Bank sind deshalb die letzten Protokolle, der Wirtschaftsplan und die Höhe der Instandhaltungsrücklage aussagekräftiger als das Exposé. Wir lesen diese Unterlagen aus der Verwaltungspraxis heraus und erkennen früh, ob weitere Umlagen zu erwarten sind – Kosten, die besser von Anfang an in die Finanzierung eingerechnet werden.
Bei Baujahren vor 1960 sind Fenster, Leitungen, Heizung und Dach die üblichen Themen. Zwei Dinge folgen daraus: Erstens rechnen Banken bei erkennbarem Instandhaltungsstau vorsichtiger. Zweitens ist es günstiger, notwendige Maßnahmen gleich mitzufinanzieren, statt zwei Jahre später einen separaten Modernisierungskredit aufzunehmen.
Ein erheblicher Teil der Sachsenhäuser Wohnungen wird als Kapitalanlage gehandelt. Wenn Mietverträge deutlich unter dem aktuell erzielbaren Niveau liegen, rechnet die Bank mit der Ist-Miete – Ihre Kalkulation sollte das ebenfalls tun und nicht mit einer Sollmiete arbeiten, die erst nach einem Mieterwechsel realisierbar wäre.
Alt-Sachsenhausen und Umgebung sind gastronomisch geprägt. Das ist für die Vermietbarkeit kein Nachteil, kann aber bei der Bewertung einzelner Objekte eine Rolle spielen. Umgekehrt gelten ruhige Nebenstraßen in Richtung Stadtwald oder Sachsenhäuser Berg als stabil – ein Punkt, den man kennen muss, um ein Angebot einzuordnen.
Unabhängig vom Stadtteil oder der Nachbarstadt gilt in Hessen eine Grunderwerbsteuer von 6,0 % des Kaufpreises. Zusammen mit Notar und Grundbuch (etwa 1,5–2,0 %) und einem etwaigen Käuferanteil an der Maklerprovision landen Sie bei rund 10 % Nebenkosten, die in der Regel aus Eigenkapital gezahlt werden müssen. Die detaillierte Aufstellung finden Sie auf der Seite Baufinanzierung Frankfurt.
Unser Büro liegt an der Zeil 10 in 60313 Frankfurt am Main – zentral, mit S- und U-Bahn in wenigen Minuten aus allen Richtungen erreichbar. Beratung geht bei uns aber auch vollständig digital: Video-Termin, Unterlagen-Upload, digitale Unterschrift. Sie entscheiden, was Ihnen lieber ist.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Rechenbeispiele sind unverbindliche Modellrechnungen und kein Angebot. Konkrete Konditionen hängen von Objekt, Bonität, Eigenkapital und der jeweiligen Bank ab und werden im persönlichen Gespräch ermittelt. Stand der Informationen: Juli 2026.
Schicken Sie uns Exposé und, wenn vorhanden, die WEG-Unterlagen. Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden eine Einschätzung zu Finanzierbarkeit und Rate.
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