Das Nordend ist Gründerzeit-Frankfurt in Reinform: hohe Nachfrage, wenig Angebot, viel Altbau. Genau dieser Bestand bringt Finanzierungsfragen mit, die es im Neubau nicht gibt.
Zwischen Berger Straße, Günthersburgpark und Holzhausenviertel liegen einige der gefragtesten Wohnlagen der Stadt. Wohnungen wechseln hier häufig schnell den Besitzer, oft mit mehreren Interessenten gleichzeitig. Das erzeugt Druck – und Druck ist bei einer Finanzierung der schlechteste Ratgeber. Wer vorher weiß, was er finanzieren kann, verhandelt besser.
In umkämpften Lagen entstehen Kaufpreise, die über dem liegen, was eine Bank als Beleihungswert ansetzt. Die Folge ist keine Ablehnung, sondern eine höhere Finanzierungsquote – und damit ein Zinsaufschlag. Praktisch bedeutet das: Zusätzliches Eigenkapital wirkt hier doppelt, weil es zugleich die Konditionsklasse verbessert. Details dazu im Ratgeber Eigenkapital beim Hauskauf.
Teile des Nordends stehen unter Denkmalschutz oder unterliegen Gestaltungssatzungen. Das kann steuerlich interessant sein, schränkt aber Sanierungsmaßnahmen ein – etwa beim Fenstertausch oder bei der Fassadendämmung. Für die Finanzierung wichtig: Kalkulieren Sie denkmalgerechte Ausführung mit höheren Kosten und prüfen Sie, ob Fördermittel greifen. Ob ein konkretes Objekt betroffen ist, muss immer im Einzelfall geklärt werden.
Ausgebaute oder ausbaufähige Dachgeschosse sind im Nordend ein Klassiker. Zwei Fragen entscheiden über die Finanzierbarkeit: Ist der Ausbau baurechtlich genehmigt, und ist die Wohnfläche im Grundbuch bzw. in der Teilungserklärung korrekt abgebildet? Abweichungen zwischen tatsächlicher und dokumentierter Fläche sind ein häufiger Grund für Rückfragen der Bank.
Bei unsaniertem Altbau steht der Energiekennwert oft am unteren Ende. Das ist inzwischen ein Verhandlungsargument – und ein Kostenfaktor, den Sie einplanen sollten. Wenn energetische Maßnahmen ohnehin anstehen, lohnt es sich, sie gemeinsam mit dem Kauf zu finanzieren und Förderprogramme früh zu prüfen.
Unabhängig vom Stadtteil oder der Nachbarstadt gilt in Hessen eine Grunderwerbsteuer von 6,0 % des Kaufpreises. Zusammen mit Notar und Grundbuch (etwa 1,5–2,0 %) und einem etwaigen Käuferanteil an der Maklerprovision landen Sie bei rund 10 % Nebenkosten, die in der Regel aus Eigenkapital gezahlt werden müssen. Die detaillierte Aufstellung finden Sie auf der Seite Baufinanzierung Frankfurt.
Unser Büro liegt an der Zeil 10 in 60313 Frankfurt am Main – zentral, mit S- und U-Bahn in wenigen Minuten aus allen Richtungen erreichbar. Beratung geht bei uns aber auch vollständig digital: Video-Termin, Unterlagen-Upload, digitale Unterschrift. Sie entscheiden, was Ihnen lieber ist.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Rechenbeispiele sind unverbindliche Modellrechnungen und kein Angebot. Konkrete Konditionen hängen von Objekt, Bonität, Eigenkapital und der jeweiligen Bank ab und werden im persönlichen Gespräch ermittelt. Stand der Informationen: Juli 2026.
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