✦ Umschuldung · ehrliche Gesamtrechnung

Umschuldung in Frankfurt: mehrere Kredite zu einem zusammenfassen

Ein Autokredit, ein Ratenkredit, ein ausgereizter Dispo – drei Raten, drei Zinssätze, kein Überblick. Eine Umschuldung kann die monatliche Belastung deutlich senken. Wir zeigen Ihnen aber auch, wann sie sich nicht lohnt.

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Umschuldung bedeutet: Ein neues Darlehen löst bestehende Verbindlichkeiten ab. Das Ziel ist meist eines von zwei Dingen – niedrigere Zinsen oder eine niedrigere Monatsrate. Beides ist nicht dasselbe, und genau darum wird bei diesem Thema viel schlecht beraten.

Wann eine Umschuldung sinnvoll ist

  • Sie nutzen dauerhaft den Dispositionskredit. Der klarste Fall: Dispozinsen liegen typischerweise weit über Ratenkreditzinsen.
  • Ihre Altkredite stammen aus einer Hochzinsphase oder wurden über einen Händler bzw. am Point of Sale abgeschlossen.
  • Sie haben mehrere Kredite mit unterschiedlichen Laufzeiten und verlieren den Überblick.
  • Ihre Bonität hat sich verbessert – etwa durch unbefristete Anstellung, höheres Einkommen oder abgelaufene negative Schufa-Merkmale.
  • Sie planen einen Immobilienkauf. Bestehende Kleinkredite belasten die Haushaltsrechnung. Vorher aufräumen verbessert die Baufinanzierungskondition oft messbar.

Rechenbeispiel mit allen Zahlen

Eine typische Ausgangslage: drei Verbindlichkeiten mit zusammen 25.000 € Restschuld.

VerbindlichkeitRestschuldZins (Beispiel)Monatliche Belastung
Autokredit, 36 Monate Restlaufzeit12.000 €7,90 %375,48 €
Ratenkredit, 30 Monate Restlaufzeit9.000 €9,90 %339,88 €
Dispo (nur Zinsen, keine Tilgung)4.000 €11,50 %38,33 €
Summe heute25.000 €753,69 €

Zusammengefasst in ein Darlehen über 25.000 € zu 6,90 % effektiv:

Neue LaufzeitNeue MonatsrateEntlastung pro MonatZinskosten des neuen Darlehens
48 Monate597,50 €156,19 €3.679,85 €
60 Monate493,85 €259,84 €4.631,08 €

Der Dispo verschwindet, die Zahl der Raten sinkt von drei auf eine, und die monatliche Belastung geht um gut 260 € zurück. Zusätzlich entfällt der Dispo als offene Kreditlinie – das wird in der Haushaltsrechnung künftiger Finanzierungen positiv bewertet.

Die Falle: niedrige Rate, höhere Gesamtkosten

Rechnen Sie immer beides

Im Beispiel oben liegen die Zinskosten des neuen 60-Monats-Darlehens bei 4.631 €. Die drei Altverbindlichkeiten hätten – bei Beibehaltung der bisherigen Raten und Fortführung des Dispos über drei Jahre – rund 4.100 € Zinsen gekostet. Die Rate sinkt also deutlich, die Gesamtzinsen können trotzdem steigen, weil die Rückzahlung länger läuft.

Beides kann richtig sein: Wer Luft im Monatsbudget braucht, entscheidet sich bewusst für die längere Laufzeit. Wer sparen will, wählt die kürzeste tragbare Laufzeit. Was nicht passieren darf: dass Ihnen nur die schöne Rate gezeigt wird.

Was die Ablösung kostet

  • Vorfälligkeitsentschädigung: Bei Verbraucherkrediten höchstens 1,0 % des abgelösten Betrags, bei einer Restlaufzeit unter zwölf Monaten höchstens 0,5 % (§ 502 BGB). Bei kurzen Restlaufzeiten lohnt die Ablösung deshalb oft nicht mehr.
  • Ablösesumme anfordern: Wir lassen von jeder Bank eine verbindliche Ablösevaluta bestätigen – so gibt es später keine Restbeträge, die übersehen wurden.
  • Kein Umschuldungsentgelt: Für unsere Prüfung und Vermittlung zahlen Sie nichts. Seien Sie vorsichtig bei Anbietern, die Vorkosten, „Bearbeitungsgebühren" oder Hausbesuche gegen Gebühr verlangen.

Umschuldung einer Immobilienfinanzierung

Bei Immobiliendarlehen gilt etwas anderes: Solange die Zinsbindung läuft, kann die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen, die deutlich höher ausfallen kann. Zwei Ausnahmen sind wichtig:

  • Nach zehn Jahren können Sie das Darlehen mit sechs Monaten Frist kündigen (§ 489 BGB) – entschädigungsfrei, unabhängig von der vereinbarten Zinsbindung.
  • Zum Ende der Zinsbindung ist ein Wechsel ohnehin kostenfrei möglich. Das ist der Regelfall der Anschluss­finanzierung – auf die Sie sich bis zu fünf Jahre vorher per Forward-Darlehen festlegen können.

So läuft es ab

  1. Sie schicken uns eine Übersicht Ihrer laufenden Verbindlichkeiten – Restschuld, Rate, Zinssatz, Restlaufzeit. Kontoauszüge oder Kreditverträge genügen.
  2. Wir rechnen die Ablösung durch: Ersparnis pro Monat, Gesamtkosten, mögliche Vorfälligkeitsentschädigung.
  3. Sie erhalten eine klare Empfehlung – auch dann, wenn diese lautet: nicht umschulden.
  4. Bei Zustimmung übernehmen wir Antrag, Ablösung der Altkredite und die Abstimmung mit den bisherigen Banken.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Umschuldung bei kurzer Restlaufzeit?
Oft nicht. Bei einer Restlaufzeit unter etwa zwölf Monaten ist der Zinsanteil bereits gering, während Aufwand und mögliche Vorfälligkeitsentschädigung bleiben. Wir rechnen das vorher aus und sagen es Ihnen ehrlich.
Kann ich meinen Dispo mit umschulden?
Ja, und das ist meist der größte Einzelhebel. Ein dauerhaft genutzter Dispo ist in der Regel die teuerste Form der Verschuldung. Wichtig ist, die Kreditlinie danach zu reduzieren oder zu kündigen – sonst füllt sie sich erfahrungsgemäß wieder.
Verschlechtert eine Umschuldung meinen Schufa-Score?
Kurzfristig kann ein neuer Kredit den Score leicht verändern. Mittelfristig wirkt es meist positiv, weil weniger laufende Verträge und keine dauerhaft genutzte Dispolinie erfasst sind. Die Vergleichsanfragen selbst führen wir konditionsneutral.
Muss ich meiner alten Bank Bescheid geben?
Wir übernehmen die Kommunikation: Ablösesumme anfordern, Zahlung veranlassen, Bestätigung einholen. Sie müssen selbst nichts kündigen.
Kann ich mehrere Kredite umschulden, wenn ein Kredit auf meinen Partner läuft?
Ja, dann wird in der Regel gemeinsam finanziert. Beide Einkommen und beide Verpflichtungen fließen in die Prüfung ein – häufig ergeben sich dadurch bessere Konditionen als bei getrennten Verträgen.

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